Am Montag, 7. November 2016 fand die diesjährige Herbstversammlung am CERN in Genève statt. Eine stattliche Gruppe von 17 Personen liess sich weder vom schönen Herbstwetter noch von der „zentralen Grenzlage“ des Forschungslabors von einer Besichtigung abhalten – wahrscheinlich waren nicht wenige darunter, welche wussten, wie „nicht einfach“ eine Besuchsbewilligung beim CERN zu organisieren ist….

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Brasserie des nahen Sportzentrums - der Zutritt zu allen Restaurants, Cafés und Kantinen auf dem CERN-Werkgelände ist nämlich zwischen halb zwölf und dreizehn Uhr strikte nur dem eigenen Personal vorbehalten… - wurden wir von unserem „Kontaktmann“ Dominique Missiaen im Empfangszentrum herzlich willkommen geheissen, und nach seiner seriösen und gut dokumentierten vermessungstechnischen Einführung dem ehemaligen Forschungsmitarbeiter und pensionierten Physiker Dr. Klaus Bätzner anvertraut. Auch er liess uns keine Zeit auch nur zur kleinsten Siesta, streifte im TGV-Tempo nicht nur die gesamten Physik-Grundlagen sondern auch die Organisation, die aktuellsten Projekte und Herausforderungen des CERN.

Nach dem Besuch der zentralen Informatik mit Präsentationen einerseits der aktuellsten Serverfarmen und andererseits musealer Trouvaillen, dislozierte man später per Bus in die Versuchslabors mit der nicht nur für Berner poetischen Überschrift „ANTIMATTER FACTORY“. Hautnah spürte man hier, umgeben von den interessantesten Instrumentarien und in allen Farben blinkenden Apparaten, den motivierenden und inspirierenden Forschergeist dieser sehr international zusammengesetzten Gruppen.

Engagiert erklärte uns unser Guide, partiell unterstützt durch eine jüngere Forscher-Kollegin, die verschiedenen Testlabors, aktuelle und abgeschlossene Experimente, machte Ausführungen über erfolgreiche und manchmal auch weniger erfolgreich durchgeführteVersuche. Es war sehr spannend, den fundierten Erklärungen zu folgen. Sehr interessant und beeindruckend auch, wie Dr. Bätzner stets versuchte, die entdeckten Ergebnisse in einen grösseren Zusammenhang zu stellen und damit auch immer wieder aufzeigte, dass
diese hier betriebene Grundlagenforschung letztlich auch der angewandten Forschung, ja der ganzen Gesellschaft zu Gute kommt.

Zu schnell verging die Zeit. Auf die Uhr mochten die wenigsten schauen. Das trug uns auch ein Lob seitens unseres Guide ein, dass er noch selten einer so aufmerksamen und interessierten Besuchergruppe „sein CERN“ vorstellen durfte!

Seitens aller Besucher gilt ein grosser Dank unseren Guides des CERN und dem Organisator, Stephan Schütz, für den sehr interessanten Anlass.

Impressionen (Bilder: Fredy Widmer und Stephan Schütz)

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